29
Mai 10

Reisen Kompakt

Reisen.
Wie Licht vorbei.
Berauschend.
Sehnsucht.

Philosophie.
Wie Bewusstsein denkend.
Sich selbst.
Herausforderung.

Musik.
Wie Naturgewalt wirkend.
Atemberaubend.
Energie.

Fotografie.
Wie Momente ergreifend.
Überraschend.
Inspiration.

Menschen.
Freunde.
Wie Perlen getarnt.
Wie Seelen verwandt.
Belebend.
Verbindend.
Neugierde.
Erfüllung.


08
Mai 10

.

Faust 72-Dynastie Crisis


30
Apr 10

Grütze im Golf von Mexiko

Ihr habt die Nachrichten seit Tagen selbst gelesen… mittlerweile hat die Unterwasserzapfanlage drei Lecks und lässt 800.000 Liter Erdöl pro Tag in den Golf von Mexiko sprudeln. Die Grütze erreichte in der Nacht zum 30.04. die Küste von Louisiana, wurde von Obama zur nationalen Katastrophe ausgerufen und verseucht das Mississippi-Delta.

Es gibt bisher keine vergleichbare Ölkatastrophe. Die nächste in dem Ranking war am 19.07.79 als die Atlantic Empress in einem Regensturm vor Tobago mit einem anderen Frachter kollidierten und 332.000 Liter Rohöl ausliefen (1t Rohöl = ca. 1160l). Vor der Südküste der USA sind es derzeit 800.000 Liter pro Tag. Die Hasstiraden auf die Ölkonzerne (BP in diesem Fall) haben begonnen: die Fischer haben geklagt, die Medien berichten mehr oder weniger neutral, die Umweltorganisationen flippen aus und die Verbraucher haben kein Verständnis.

Alle Verständnislosigkeit kann aber nicht ohne schlechtes Gewissen daherkommen, da nicht neu ist, dass nun mal die Verbraucher die Nachfrage bestimmen.

Also – nur zur Erinnerung – wo wir täglich die viele Grütze verbrauchen, um unser Leben zu erleichtern… Von einem Barrel Erdöl gehen gut 3/4 für Treib- und Heizstoffe drauf (Gas – 45%, Flugzeuge – 10%, Straßenverkehr – 25%). Zwei weitere größere Verbraucher sind der Schweröle (4%), Straßenbau (3%) und Schmiermittel (1%). Weitere gut 10% teilen sich auf Alltagsprodukte auf: Kunststoff, Kunstfasern (Kleidung), Waschmittel, Dämmung, Kosmetik…..

Warum steigen die Hersteller nicht auf Alternativen um? Gute Frage. Gegenfrage. Warum steigen die Verbraucher nicht auf Alternativen um?

Also wer ist schuld? Ich. Nicht nur, aber auch.

erdoelverbrauch


20
Apr 10

Fritz

Nichts neues. Kunst für die Ohren. Erwähnenswert. Viel Spass. \o/ \o/ *Dance*Shake* \o/ \o/


20
Apr 10

Vom Glaubenden Zum Wissenden

In der Gegenüberstellung vom Glauben zweier Personen wird jede der Personen vom Glaubenden zum Wissenden.

Ohne den Wunsch des Wissens für sich selbst gehabt zu haben und ohne je den Gegenüber in seinem Glauben bestärken  zu wollen, machen sie sich gegenseitig zu Wissenden, nur aufgrund der Gegenseitigkeit, und ausschließlich in der Gegenüberstellung.

Glaube meint hier nicht religiösen Glauben, sondern eine Meinung/Einstellung zu einem Thema.

Der Satz soll heißen, dass sich in einer Diskussion (bzw. als Anfang) ausgesprochene gegensätzliche Meinungen, seien sie ursprünglich auch noch so schwach ausgeprägt, aus der Natur der Sache heraus automatisch verhärten, weil versucht wird, seine ursprüngliche Aussage zu untermauern und zu vermitteln. Der Effekt entsteht aus der Dynamik der Diskussion: Umso weiter vorangeschritten wird, umso schmerzlicher wird es, die vertretene Seite aufzugeben, umso mehr wird an ihr festgehalten. Das Problem ist, indem versucht wird an ihr festzuhalten, fokussiert niemand die Wahrheit, um die es eigentlich geht. Egal wer sie hat (oder beide oder niemand), die Diskussion soll ermöglichen sie zu finden, vermitteln und weiterzuentwickeln.

Der denkende Mensch kann zwar seine Meinung ändern, aber dafür muss erst mal der Krampf des Festhaltens gelöst werden. Zum Beispiel indem man gar nicht erst verkrampft, sich mehr der Meinung des Gegenübers widmet und eine Entscheidung erst trifft, wenn alles nachvollzogen und begriffen wurde. Gelassen den geistigen Ergüssen des Gegenüber zuzuhören, ist die begehrte Rolle des “klügeren”. Fraglich bleibt, was einem die Rolle bringt, da ja niemand weiß, dass man angeblich so schlau gehandelt hat? In der Konsequenz hoffentlich unabhängigeres Denken, sowohl von seiner eigenen Person (Stolz, Erfahrungen, ..), wie auch von äußeren Einflüssen. Das wiederum ermöglicht ein klareres und beständigeres Urteil oder lässt einen neue Fragestellungen aufdecken, die zu der Wahrheit hinführen können.

Stimmt es, wie gerade beschrieben, dass aus der Rolle des Klügeren unabhängiges Denken folgt? Oder ist es umgekehrt? Eher ist es eine gegenseitiges Fördern. Die stärkere Gewichtung liegt trotzdem auf ersterem, denn das besonnene Zuhören ist Voraussetzung und schafft Freiheit zum Verstehen und reflektieren, ist ein Spagat zu beiden Meinungen ohne ständiges Dauerfeuer der eigenen Argumente, erlaubt das Zusammenführen und Bewerten.

Zurück zum Ursprungsgedanken, dass die Meinungen verhärten. Es soll heißen, dass man sich im Laufe einer solchen Auseinandersetzung weit vom Gegenüber entfernen kann, obwohl man ursprünglich dicht beieinander war, oder gar in die gleiche Richtung dachte, nur unterschiedlich stark ausgeprägt. Zusätzlich entfernt man sich genauso leicht und unbemerkt vom eigenen Ausgangspunkt (wenn schwach ausgeprägte Meinung zu angeblicher Überzeugung wird). Das sich entfernt wird, gründet in einer Differenz (sei sie noch so kleinen) die, erst mal ausgesprochen, in der Dynamik der Gegenüberstellung wächst, indem die beteiligten stärker an ihr festhalten als zuvor, weil sie Ausdruck und Teil ihrer Selbst geworden ist.

Das zu unterlassen ist, wie so oft, einfacher gesagt als getan. Eine Meinung für sich selbst zu finden geht problemlos (ob aktiv oder passiv), sie in der Diskussion prüfen zu lassen und dann entweder aufzugeben oder bestätigt zu bekommen ist ein anderes Thema. Letztendlich gehört schon zu den schlaueren unserer Spezies, wer es überhaupt schafft, in einer aufbrausenden Diskussion bei dem Thema zu bleiben und den Überblick über alle Aspekte zu bewahren. Und wie so oft, macht auch hier Übung den Meister und führt hoffentlich zu unabhängigerem denken.


07
Apr 10

Philosophie

Die Philosophie mag vielen als sekundär, vertan, inhalts- oder gegenstandslos, zu keinem greifbaren Ziel führend oder das Offensichtliche bzw. unveränderlich Gegebene sinnlos verkomplizierend und diskutierend erscheinen. Aber sie stützt ihren Zweck nicht darauf, wonach persönliche Beschäftigungsfelder gerne priorisiert werden: erreichbaren Status oder Materielles – weshalb sie leicht abgetan werden kann. Ich halte die Priorisierung danach auch nicht zwingend für falsch oder ein kulturelles Problem. Die generelle Niedermachung der heutigen Gesellschaft/Bürger/Moral etc. (im Sinne der aktuellen Bestsellerlisten: “Verblödetes Deutschland”, uvm.) liegt mir sowieso fern und ist mit Sicherheit weit weniger zu einem greifbaren Ziel führend. Über bleibt Philosophie trotzdem für viele als fragwürdige “Wissenschaft” ohne ernstzunehmende Resultate, so scheint mir zumindest. Um genau zu sein habe ich dies bezüglich letztes Jahr ähnlich negative Worte gegenüber einem Philosophiestudenten benutzt. :)

Nimmt man sie jedoch an, wird sie zu einer unvergleichlichen Herausforderung, in der der Verstand aufsteigt, bis man ihn überschreitet oder an die Grenzen des Denkens stößt. Das “Verstand aufsteigen lassen” kann als ein oben erwähnter erreichbarer und vermittelbarer begehrter Status erscheinen, ist aber nicht auf der Ebene vergleichbarer Intelligenz gemeint, sondern deutet eher persönliche geistige Freiheit und wahres Erkennen an, welches nicht mittelbar ist, sondern nur in einem Selbst. (Nicht das ich sie bisher erfahren hätte.. :P). Man kann den Status der simplen Bildung vorschieben, verfehlt dann aber die eigentliche Philosophie. Problemstellungen im Rationalen Denken sind für den Menschen nur eine Frage der Zeit um sie zu erfassen und zu lösen – Banalitäten, um es überspitzt auf den Punkt zu bringen. Das finden der philosophischen Wahrheit (nach Platon) jedoch ist nur ein kurzer Augenblick auf den man hineifern kann, sie ist aber nie zu ergreifen oder gar festzuhalten, nur ein Moment, den man zwischen Widersprüchen streift, an den Grenzen des Denkens, die das Höchste abverlangen.

Platon hat vor 2500 Jahren nicht nur den Grundstein dafür gelegt, er ist in seinem Denken angeblich nicht zu übertreffen. Mit Sokrates (Wissen vom Nichtwissen) hat er sich in den Dienst der Wahrheit gestellt. Ihre Schärfe beim Auftun von Widersprüchen – die der eigentliche Antrieb und Aufschwung des Denkens sind, verzweifeln lassen, nie Abschluss der Unterredung zulassen, nur Abbruch – und die Beherrschung der Methoden der Unterhaltung, in der Liebe zur Wahrheit (Eros), wurde nie wieder erreicht. Geht es um schöpferische Begabung oder Intellekt, fand keine Weiterentwicklung des Menschen statt.

Philosophie – aus griech. philein und sophia: Liebe zur Weisheit – meint nicht: Weisheit besitzen, sondern eher demütig, im Wissen der eigenen Unzulänglichkeiten, ihr gerecht werden zu wollen. Wer nicht nur inhaltliche Leere sehen will (auch in diesem Beitrag :p), für den wird sie eine ganz andere Art von Herausforderung im Denken bieten. Sie versucht unser Sein zu erleichtern. Wer sie kritisiert, der kann nur ernst genommen werden, wenn er sich vorher darauf eingelassen hat und ihr eigentliches Wesen begreift. Es wird nicht jedermanns Fall sein, sich dem anzunehmen und initiale Beweggründe zu finden, das ist auch gut so. Den Zweiflern gebe ich auch gerne einen Grund für ihr Zweifeln: “Götter philosophieren nicht, sie Wissen.” – aber nicht im Nichtwissen.. ;)


04
Apr 10

Sea of Love

Party ists, was ich begehre
Ein Sommerfest, das ich ersehne
Anspruchsvoll und sonn’bestrahlt
So hab ichs mir ausgemalt
Tanzen, Fotos, farbenfroh
Festival, ich spür dich scho!
Party ists, was ich begehre
Ein Sommerfest, das ich ersehne
Anspruchsvoll und sonn’bestrahlt
So hab ichs mir ausgemalt
Tanzen, Fotos, farbenfroh
Festival, ich spür dich scho!

03
Apr 10

Vollnarkose als Toderlebnis

Wenn mir bei dem Gedanken an den Tod plötzlich kotzübel wird bleibt mir nur Verdrängung entgegenzusetzen. Vielleicht noch die Hoffnung auf zufriedene Akzeptanz, wenn ich denn erstmal ein erfülltes Leben hatte, in dem Sinne, das es auch irgendwann mal genug sei mit meinem Treiben auf der Erde.

Die Anesthesistin hatte mich verarscht, als Sie meine Frage, ob die verabreichte Spritze schon das Narkosemittel war, verneinte. Denn der Dialog war das letzte, woran ich mich erinnerte, als ich wieder aufgewacht war. Wie ich in den OP Saal 6 geschoben wurde, auf den OP-Tisch gelegt wurde, aufgeschnitten wurde, zugenäht wurde, zurückgeschoben wurde, das alles ist nicht existent in meiner Erinnerung. Ich kenne es nur aus Erzählungen. Vielleicht war ich auch gar nicht in Saal 6, wie mir vorher gesagt wurde? Wer weiss. Ich erinnere mich auch nicht an das Einschlafen. Wie es sich angefühlt hat oder wie ich ausgesehen habe oder was ich gespürt habe oder wo ich war oder wer dabei war. Es fühlt sich auch nicht wie ein vergangener Traum an. Kein Licht, kein Tunnel, kein Knall.

Gehe ich davon aus, das der Tod so daherkommt wie eine Narkose, wär es ja relativ entspannt, um nicht zu sagen, absolut entspannt. Angst vor dem Sterben als Prozess an sich haben eh die wenigsten. Unbehagliche Unsicherheit über das was danach ist, schon eher. Gehen wir davon aus, das es so ist wie narkotisiert sein, ist es ebenfalls völlig entspannt, wenn es denn erstmal so weit ist.

Die Seele ist dahin. Was bei Bewusstsein eine schreckliche Vorstellung scheint, ist, erstmal eingetroffen, für die Seele selbst völlig irrelevant. Sie weiss nicht, dass sie nicht mehr existiert. Sie weiss nicht, dass sie existierte. Sie weiss nicht, dass es entspannend ist. Sie kann nicht bedauern. Sie weiss nicht, dass es so etwas wie Bedauern gibt oder gab oder überhaupt irgendetwas gibt oder gab.

Woher weiss ein eventueller Gott eigentlich, das ich nur narkotisiert bin? Er könnte mich ja irrtümlicherweise verfrüht vor dem jüngsten Gericht erscheinen lassen. Was dann? Oder woher weiss er, dass man nur einen Herzstillstand hat? Oder das man seit Jahren im Koma liegt und künstlich am leben gehalten wird?


02
Apr 10

skandinavisch

Als ich schrieb

“wenn ich könnte, würde ich in deutschland die schwedische oder norwegische regierung wählen.”

meinte ich, dass ich mir in Deutschland oder besser überall, eine politische Kultur wünschen würde, wie in Skandinavien. Die Kultur bezeichnet eine andere Art des politischen Denkens bei allen Parteien. Letztendlich sind unsere Politiker nicht dümmer, sie arbeiten nur in einer anderen Kultur und erfüllen andere Erwartungen (hauptsächlich der Medien und anderer Politiker) an sie. In Skandinavien wird einfach wesentlich nachhaltiger an alle politischen Probleme rangegangen im Gegensatz zu der kurzfristigen Denke, die ansonsten vorherrscht.

Nicht umsonst werden in Norwegen die ungeheuren Staatsfinanzen (durch Rohöl) maßgeblich durch einen Philosophen verwaltet und nicht durch Bankster. Die Regierung fragt sich wie der Staat in 500 Jahren noch was von dem Reichtum hat, der heute gefördert wird.

Anscheinend gibt es in der Politik und in den Medien viel weniger rumgezicke, dafür aber ein Verständnis des gemeinsamen Regierungsauftrags als Teil von etwas größerem. Der Unterbau – die Medien und die Wirtschaft – sind ebenfalls nicht von so vielen machtsüchtigen Einzellern infiltriert, daher ist die negative Beeinflussung der Kultur viel geringer als hier. Zum Beispiel fallen mir dort keine so krassen Korruptionsfälle wie jüngst bei Siemens und Daimler ein. Die gesellschaftliche Verantwortung ist anscheinend bei allen besser angekommen, als hier zu Lande.

Letztendlich ist der Erfolg der Skandinavier nichts neues, nur weiss ich nicht, warum die Politiker nicht anfangen sich mal umzuorientieren.

Ich für meinen Teil, werde hier jedenfalls keine der Volksparteien mehr wählen. Durch die ganzen bescheuerten, wenn auch gut gemeinten, Wahlomaten, werden wir ja schon dazu hinerzogen, die eingesessenen Parteien zu wählen.


02
Apr 10

Like my Haircut?

Pferd