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		<title>Eating Animals</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 17:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rode</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe es noch nicht gelesen, aber ich denke, es ist eine Empfehlung wert: Jonathan Safran Foer &#8211; Eating Animals
Deutsch
Englisch
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe es noch nicht gelesen, aber ich denke, es ist eine Empfehlung wert: Jonathan Safran Foer &#8211; Eating Animals</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Tiere-Essen-Jonathan-Safran-Foer/dp/3462040448/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1283701273&amp;sr=8-1">Deutsch</a></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Eating-Animals-Jonathan-Safran-Foer/dp/0316072672/ref=sr_1_4?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1283701273&amp;sr=8-4">Englisch</a></p>
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		<title>Facebook: Eine kleine Kritik</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 09:47:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rode</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor 3 Jahren habe ich meinen Freunden prophezeit, dass sie in einem Jahr Twitter und in zwei Jahren Friendfeed für sich entdecken werden. Aus ersterem ist bei den meisten zum Glück nichts geworden. Zweiteres &#8211; Friendfeed &#8211; war für mich damals das innovative Social-Network-Konzept schlechthin. Dort konnten die Nutzer jegliche ihrer Onlineaktivitäten in einem “Stream” [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 3 Jahren habe ich meinen Freunden prophezeit, dass sie in einem Jahr Twitter und in zwei Jahren Friendfeed für sich entdecken werden. Aus ersterem ist bei den meisten zum Glück nichts geworden. Zweiteres &#8211; Friendfeed &#8211; war für mich damals das innovative Social-Network-Konzept schlechthin. Dort konnten die Nutzer jegliche ihrer Onlineaktivitäten in einem “Stream” aggregieren (YouTube Favoriten, neue Flickr Bilder, Links, Musik, Text usw.), alle Freunde konnten die Posts &#8220;liken&#8221; (im Sinne von &#8220;Gefällt mir&#8221; auf Facebook) und kommentieren. Obendrauf gab es wöchentliche Charts der beliebtesten Posts und auch Gruppen wo die Aktivitäten auf spezielle Themen gefiltert waren.</p>
<p>Meine Freunde haben jetzt zwar keinen Friendfeed Account, sie sind aber hellauf begeistert von der Funktionalität. Denn Facebook hat vor einem Jahr angefangen sie zu kopieren. Bezahlt hat Facebook dann später und Friendfeed für 50.000.000$ aufgekauft. Damit kam der Status-Stream, das Liken und Kommentieren von jeder Aktivität, integrieren von externen Links, und einbetten von Videos, Bildern usw. zu Facebook. Indirekt blieb es also dabei, das jetzt alle Friendfeed für sich entdeckt haben. Ich &#8211; und ich denke, einige andere aus meinem Freundeskreis auch &#8211; sehe das mittlerweile etwas skeptisch.</p>
<p>Ursprünglich nimmt man an Facebook teil, um die Aufgaben der Kommunikation zu vereinfachen, um auf effektive Weise &#8220;in Kontakt&#8221; zu bleiben, in einer sich auseinanderlebenden Welt. Aber man driftet von diesem einwandfreien Vorhaben schleichend ab und verfällt der anklickbaren Kommunikation, indem man nicht nur mit entfernten Menschen &#8220;in Kontakt bleibt&#8221;, sondern auch mit den Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung virtuell kommuniziert. Eine unbedingte Konsequenz. Facebook will es so. Der &#8220;Freundefinder&#8221; hilft gerne dabei immer mehr und immer unbedeutendere Kontakte zu knüpfen.</p>
<p>Facebook versucht mit allen Mitteln die Kommunikation für sich zu beanspruchen und verleitet die Nutzer dazu die angeblich &#8220;vereinfachte&#8221; virtuelle Kommunikation anderen Wegen vorzuziehen. Vereinfacht, weil eine Eingabebox und ein &#8220;Gefällt mir&#8221; Button nicht selbst antworten und nachfragen können. Die Kommunikation wird also indirekt, läuft nebenher oder kann pausiert und fortgesetzt werden ohne das sich Teilnehmer zeitlich oder räumlich abstimmen müssten. Dafür gab es bereits Lösungen, wenn auch bisher keine so bequeme. Aber Bequemlichkeit kam noch nie ohne Konsequenzen in unser Leben. Facebook ist dazu gezwungen die Kommunikation zu vereinfachen, weil es das Kommunikationsvolumen durch zahlreiche Faktoren (Indirektheit, Omnipräsenz, das Jeder sieht alles Prinzip, Werbung, Vorschläge, Gruppen, Fan Pages) vorher ins Unendliche steigert und selbst die Vereinfachung bzw. Verknappung in der Form von &#8220;Gefällt mir&#8221;-Buttons erzeugt wieder neue Kommunikation. Überall bekommt man Aufforderungen (Vorschläge für Freunde, Musik, Organisation, Kontaktmöglichkeiten) zu einem Mehr an Kommunikation.</p>
<p>Es ist ein Trugschluss, dass Facebook die Kommunikation vereinfacht. Facebook bläht sie auf, macht sie zu einer Dauererscheinung (was sie sowieso ist, aber nur räumlich begrenzt), leitet sie in fremde Streams, was sie wiederum politisiert und verkompliziert. Damit wird es zu einer zeitaufwendigen Disziplin in der Gesamtheit der Kommunikation. Durch das Prinzip, das über jede Aktivität des Nutzers weiteste Kreise informiert werden &#8211; nach dem Motto: Spread the word, no matter how meaningless -, wird man vollgedröhnt mit Nichtigkeiten zwischen denen die eigentlichen Gründe der Facebook-Mitgliedschaft (um “in Kontakt zu bleiben”) erst mal ausfindig gemacht werden müssen. So werden dem Nutzer Aktivitäten und Nachrichten zwischen entfernten Kontakten unaufgefordert unter die Nase gerieben &#8211; wegschauen ist unmöglich und driftet man doch mal an den Bildschirmrand ab, fordert der “Freundefinder” zu seinem Gebrauch auf. Ab und an entdeckt man tatsächlich etwas Interessantes und wird belohnt für eifriges Mitlesen von lauter Belanglosem: Ein gutes Lied oder ein Fotoalbum von einem entfernten Urlaubsort (an dem man vielleicht selbst schon war und jetzt auch der Freund dritten Grades). Nach dem Konsum dieser Informationsperlen, bleibt die selbstkritische Frage, ob man stattdessen nicht etwas Sinnvolleres hätte machen können. Denn obwohl man eigentlich zur effektiven Kommunikation mit seinen wichtigsten Freunden dort ist, konsumiert man unaufhaltsam Inhalte, die einem aufgegeben werden &#8211; und zwar größtenteils <strong>ohne jegliche aktive Kommunikation</strong>.</p>
<p>Hinter den einzelnen Einträgen, die die Mitglieder erzeugen, steckt keine Absicht die man verurteilen könnte. Jeder Macht tagtäglich schöne oder witzige Erfahrungen und will so viele Menschen wie möglich teilhaben lassen. Das ist normal und gut so aber durch Facebook bekommen unzählige Menschen eine penetrante Stimme die vorher stumm geschaltet war. Inwiefern ein gesehenes YouTube Video eine Erfahrung ist, die geteilt werden muss, ist relativ und fraglich. Es wird Konsum weitervermittelt. - Und das ist nicht mal eine Art von Konsum, der produktiv im wirtschaftlichen Sinne wäre sondern nur kontraproduktiv im zeitlichen Sinn. Nicht nur durch Freunde und Freundes-Freunde sondern auch durch Unternehmen wird kräftig von den Vermarktungsmöglichkeiten Gebrauch gemacht. Hinter der Intention von Mark Zuckerberg, Peter Thiel und den anderen Investoren von chinesischen Geschäftsleuten bis zu Microsoft, steckt letztendlich Profitgier.</p>
<p>Es gibt im Internet nicht nur massenhaft Seiten, die die &#8220;<a href="http://gizmodo.com/5530178/top-ten-reasons-you-should-quit-facebook">Top</a> <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=100721707173">Ten</a> <a href="http://gizmodo.com/5534736/more-reasons-why-you-should-still-quit-facebook">Reasons</a> <a href="http://www.switched.com/2009/04/16/15-reasons-to-quit-facebook/">to</a> <a href="http://www.csoonline.com/article/584813/10-security-reasons-to-quit-facebook-and-one-reason-to-stay-on-">Quit</a> <a href="http://www.ktla.com/news/cyberguy/stv-cyberguy-quit-facebook-reasons,0,4962888.story">Facebook</a>&#8221; aufzeigen, sondern auch einige, die zehn Gründe propagieren, warum man Facebook keinesfalls <a href="http://www.davidleeking.com/2010/05/04/10-reasons-to-not-quit-facebook/">verlassen</a> darf. Um Sie zusammenzufassen: Man verliert seine Marketing Plattform &#8211; ob als Privatperson, Künstler oder Unternehmen. Die Effektivität bleibt bei Facebook für die meisten aber hinter anderen Möglichkeiten zurück. Facebook ist kein Ort um entdeckt zu werden, sondern nur ein Ort, wo sich zu Entdeckungen bekannt wird. Es dient dem Profilierungsdrang der Nutzer. Den Horizont erweitern und andere einbeziehen geht auch ohne Facebook. Meist sogar viel spannender, weil nicht virtuell, deshalb mit intensiveren Erlebnissen und Unterhaltungen verbunden und so auch einprägender (das Gehirn merkt sich Erfahrungen/Wissen leichter, umso komplexer die Verarbeitung ist und umso größer die Emotionen dabei sind).</p>
<p>Seine Produkte und kreativen Ergüsse &#8211; egal, ob man schreibt, fotografiert, dichtet, musiziert, querdenkt oder KitKat verkauft &#8211; werden nicht auf Facebook entdeckt oder gar lieb gewonnen, sondern auf anderen Wegen. Ein Artikel, ein Konzert, eine Ausstellung oder Lesung ist viel effektvoller. Wenn ein Produkt gut ist, funktioniert die Verbreitung auch ohne Facebook und wenn es nicht gut ist, gibt es auch mit Facebook kein Mehr an Konsumenten. Der Kreative investiert Zeit und Mühe, erntet aber nur digitale Blicke und Klicks ohne echten Effekt. Die wahren Fans folgen und verfolgen, womit sie sich identifizieren &#8211; egal wie -, die anderen &#8220;Fans&#8221; folgen auch auf Facebook nicht, bekennen sich höchstens im Sinne ihrer eigenen Profilierung. Für ein Unternehmen und die Künstler bleibt Facebook sekundär, ein Zusatz, aber kann nicht essentiell sein.</p>
<p>Eine kritische Masse für sein Vorhaben als Neueinsteiger über das Internet zu gewinnen ist nicht unmöglich, bleibt aber die Ausnahme. Für die persönliche Weiterentwicklung oder gar den Einstieg in sein Fach oder seine Branche ist es nur Irritation (z.B. als Fotograf). Ernsthafte Weiterentwicklung ist nicht möglich, auch wenn sich vereinzelt Chancen im Freundeskreis ergeben können. Anerkennung seiner Leistungen im eigenen sozialen Umfeld ist schnell gesichert, quasi inklusive und selbstverständlich; zwar wunderbar und hilfreich, aber nicht entscheidend. Es befriedigt persönliches Verlangen nach Anerkennung und Rückmeldung auf seine Werke. Leider unzureichend für ernste Vorhaben, dennoch genug, um nicht effektivere Wege zu gehen, ein Publikum zu erreichen. Facebook ist dann nicht nur sekundär, sondern Stagnation in Mittelmäßigkeit und Irrweg. Für die Privatperson fällt der Nutzen noch geringer aus. Es bleibt interessante Links, Zitate, Erlebnisse und seine Meinung zu verkünden.</p>
<p>Sich mitzuteilen bleibt Aufgabe der Kommunikation, ob mit oder ohne Facebook, aber der Umfang und die Konsequenzen die durch Facebook entstehen sind fragwürdig und relativ kontraproduktiv für den, der gerne produktiv(er) wär. Was schadet es, entdeckte Fundstücke nicht sofort für ein paar Likes in den Stream einzuspeisen, sondern später bei passender Gelegenheit im direkten Gespräch zum Besten zu geben. Oder sie gar ganz für sich zu behalten, um die Entdeckung in Ruhe zu genießen &#8211; frei von ständigem Mitteilungszwang. Und weiter, nicht nur zu entdecken, um des Mitteilens Willen. Selbstbeschränkung war schon immer ratsam, wo Bequemlichkeit durch fortschritt entsteht.</p>
<p>Denn was erntet man tatsächlich? Durch das Liken drückt jemand zwar Teilnahme aus, aber offensichtlich zu wenig, um einen sinnvollen Kommentar abzugeben und viele “Follower”, die tatsächlich ein Interesse verspüren, liken noch nicht mal sondern stalken nur ohne aktive Kommunikation. Dann gibt es die Follower, die einen zwar nicht tangieren, aber trotzdem gewillt sind einen Kommentar abzugeben. Natürlich gibt es immer noch die wirklichen Freunde (weshalb man ursprünglich zu Facebook kam), aber bei denen bleibt es nicht. Facebook will es nicht so. Und es wird nach Facebooks Regeln gespielt. Also endet alles in aufwendiger und mehr oder weniger gewollter Konversation, um die man sich gefälligst zu kümmern hat.</p>
<p>Aktiv wird man von der Plattform überall verfolgt:</p>
<ul>
<li>Benachrichtigungs-E-Mails</li>
<li>Handy Apps</li>
<li>SMS (es gibt Verträge mit Mobilfunkanbietern in Afrika, um auch in den Handy-Nationen Facebook zu verbreiten)</li>
<li>am PC Zuhause sowie auf der Arbeit</li>
<li>Integration auf nahezu jeder erwähnenswerten Internetseite und mit allem was irgendwie &#8220;Social&#8221; sein möchte (Like-Buttons, Authentifizierung per Facebook Account)</li>
</ul>
<p>Alles was vernetzt ist, wird von Facebook infiltriert. Facebook  beansprucht die Kommunikation. Dazu baut das Unternehmen eine umfangreiche Infrastruktur und durchzieht das ganze Internet mit seinen Buttons. Profit ist die Motivation.</p>
<p>Die Plattform hat eine Kultur des Vergnügens und Profilierens, so dass ernste Diskussionen kaum Chancen auf Erfolg haben, ohne verfrüht abgebrochen zu werden oder unterzugehen im progressiven Stream der ständig nach neuen Aktivitäten verlangt und alles Vergangene nach wenigen Stunden in den endlosen Tiefen von Facebook verschwinden lässt. Auf Friendfeed (das immer noch separat betrieben wird) entstehen immerhin noch gute und längere Diskussionen, was einerseits durch die erwachsenere Kultur  und qualitativ besserer <a href="http://friendfeed.com/paul/9da308cb/it-makes-you-wonder-how-many-incurable-ailments">Posts</a> und andererseits durch eine Option, die dem Nutzer vergangene Diskussionen mit seiner Beteiligung auflistet, um sie weiterzuverfolgen, ermöglicht wird. Auf Facebook herrscht ganz offensichtlich und bewusst kollektive Zeitverschwendung a la Mafia Wars und Glückskekse. Man muss sich nicht daran beteiligen, aber der Kultur, die dadurch auf Facebook entstanden ist, entkommt man als Nutzer ebenso wenig. Facebook will es so. Des einen Konsum ist des anderen Profit.</p>
<p>Das alles gilt nicht nur für Facebook. Facebook steht für andere Social Networking Dienste als Platzhalter und Platzhirsch. Facebook ist Kern und Vorreiter der Entwicklung. Mark Zuckerberg denkt langfristig. Aktuelle Proteste gegen Facebook’s Privatsphäre-Politik sind die Aufmerksamkeit des Visionärs kaum wert. Er schreitet voran, Facebook Links und Buttons zu verbreiten und mit Sicherheit auch bald darüber hinaus. Er weiß, dass Soziale Netze mit der Gunst der Nutzer kommen und gehen. Deshalb positioniert Facebook sich nicht nur im eigenen Reich auf facebook.com, sondern baut überall Außenposten auf, um mehr Nutzer und mehr Kommunikation in das System zu holen. Unter dem Deckmantel von Social Networking wird Konsum vermittelt.</p>
<p>So erkennt Maryanne Wolf: “das Internet gibt mir das Gefühl, immer das nächste und nächste tun zu müssen. Und das setzt sich plötzlich auch im sonstigen Leben so fort. Das Netz ist das schwarze Loch unserer Gesellschaft, es verschlingt unsere Zeit.” Es gibt unendlich Möglichkeiten, unendlich Wissen, unendlich Spiele, unendlich Musik, unendlich Diskussionen &#8211; wir können jederzeit Teilnehmen. Die Möglichkeit zur Teilnahme ist gleichzeitig eine Aufforderung die uns anzieht und ablenkt. Die Welt wird zu einer Fundgrube, in der gebuddelt wird, nur um zu finden. Eine Armee von Sammlern gräbt sich durch YouTube, Foto-Blogs und Nachrichtenportalen, um ihre besten Exemplare im Social Network zur Schau zu stellen. Wer das dementieren möchte, muss sich die Frage stellen, warum bevorzugt neue und möglichst exotische Stücke den Weg in Facebook’s Stream finden? Trotz dieses Such- und Sammelwahns, schafft der einzelne es nie zu einer kompletten oder auch nur annähernd strukturierten Sammlung, denn der Stream verschlingt unendlich und wartet auf Nachschub. Er zeigt nur einen aktuellen Ausschnitt und versteckt den tatsächlichen Exzess in den tiefen von Facebook &#8211; nur für Facebooks Augen sichtbar. Aber wer wollte sich auch tatsächlich in vollem Umfang das Elend von sich immer wiederholenden Likes und kaum zu unterscheidenden Kommentaren vor Augen führen, mit denen sich immer wieder aufs Neue der Moment vertrieben wird. Wer in seinem Stream 50 mal auf &#8220;Älter&#8221; klickt und von oben nach unten scrollt, könnte leicht an kollektiven Realitätsverlust denken.</p>
<p>Ich möchte sie eigentlich überhaupt nicht teilen, aber mit Blick auf Facebook erscheint die arrogante Antwort von Jean-Jacques Sempé, auf die Frage, was die Menschen beschäftigen würde, nahe liegend: &#8220;die Langeweile&#8221;.</p>
<p>Es ist nicht weniger wichtig zu kommunizieren als zu essen, aber wie beim Essen muss auch bei der Kommunikation darauf geachtet werden, wie viel und was man sich wie schmecken lässt. In einem zweiten Teil, möchte ich dazu demnächst noch ein paar Ansichten loswerden&#8230;</p>
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		<title>Nachtrag zur Empathie</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 12:19:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rode</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Nachtrag zum Beitrag vom Loveparade-Unglück und der relativ falsch verteilten Empathie ein kurzer Artikel der taz zum Hochwasser in Pakistan: Die Rangfolge der Empathie
Empathie sollte wertfrei sein und nicht von Staatsgrenzen beeinflusst. Mensch ist Mensch.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Nachtrag zum Beitrag vom Loveparade-Unglück und der relativ falsch verteilten Empathie ein kurzer Artikel der taz zum Hochwasser in Pakistan: <a href="http://taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/die-rangfolge-der-empathie/">Die Rangfolge der Empathie</a></p>
<p>Empathie sollte wertfrei sein und nicht von Staatsgrenzen beeinflusst. Mensch ist Mensch.</p>
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		<title>La Femme D&#8217;Argent</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 08:35:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rode</dc:creator>
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		<title>Meisten-Bashing</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 13:13:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rode</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die meisten Menschen zitieren Sprüche, die auf die meisten (meist unvollkommenen) Menschen bezogen wurden, nehmen sich aber meistens selbst von der Zielgruppe aus. Meistens nehmen sich aber auch die meisten Anderen davon aus. Fragt sich, wer die Meisten sind, auf die sich meistens die Sprüche beziehen, wenn die Meisten sich davon ausnehmen.
Die Meisten irren.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten Menschen zitieren Sprüche, die auf die meisten (meist unvollkommenen) Menschen bezogen wurden, nehmen sich aber meistens selbst von der Zielgruppe aus. Meistens nehmen sich aber auch die meisten Anderen davon aus. Fragt sich, wer die Meisten sind, auf die sich meistens die Sprüche beziehen, wenn die Meisten sich davon ausnehmen.</p>
<p>Die Meisten irren.</p>
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		<title>Grooveshark</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 11:38:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rode</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Persönliche Empfehlung: www.grooveshark.com -&#62; abchecken, Account anlegen, Library/Playlists füllen -&#62;

iTuens ade.
Winamp passe.
Externe Festplatte au revoir.
Browser basiertes Notebook basierend auf Chromium -&#62; gekauft sobald erschienen -&#62; Desktop PC außer Dienst.

Ok, vom letzten Schritte, den Desktop PC und damit Windows aus meinem digitalen Portfolio zu verbannen, hält mich nur noch die Fotoverwaltung und Bearbeitung in Lightroom ab.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Persönliche Empfehlung: <a href="http://www.grooveshark.com">www.grooveshark.com</a> -&gt; abchecken, Account anlegen, Library/Playlists füllen -&gt;</p>
<ul>
<li>iTuens ade.</li>
<li>Winamp passe.</li>
<li>Externe Festplatte au revoir.</li>
<li>Browser basiertes Notebook basierend auf Chromium -&gt; gekauft sobald erschienen -&gt; Desktop PC außer Dienst.</li>
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<p>Ok, vom letzten Schritte, den Desktop PC und damit Windows aus meinem digitalen Portfolio zu verbannen, hält mich nur noch die Fotoverwaltung und Bearbeitung in Lightroom ab.</p>
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		<title>Loveparade-Unglück und Verzerrung der Medien</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 16:42:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rode</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die heuchlerische Anteilnahme der Medien und der Nation an den Toten des Loveparade-Unglücks, wiederstrebt mir aus zwei Gründen.
Erstens steckt dahinter die Sensationslust und der Voyeurismus von uns allen, der allgemein in den Medien und speziell in den Boulevardmedien bedient und ausgenutzt wird.
Zweitens wird es in den Medien leider wesentlich prominenter behandelt als viel grausamere Todesfälle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die heuchlerische Anteilnahme der Medien und der Nation an den Toten des Loveparade-Unglücks, wiederstrebt mir aus zwei Gründen.</p>
<p>Erstens steckt dahinter die Sensationslust und der Voyeurismus von uns allen, der allgemein in den Medien und speziell in den Boulevardmedien bedient und ausgenutzt wird.</p>
<p>Zweitens wird es in den Medien leider wesentlich prominenter behandelt als viel grausamere Todesfälle die täglich und in beängstigender Anzahl passieren. Aber diese hätten viel dringender, um vielleicht zu einer besseren Welt zu führen, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung verdient,  im Gegensatz zu Unfällen, die immer wieder passieren und im großen Stil die Titelseiten der Zeitungen füllen. Das Unglück wird als Verbrechen untersucht, die &#8220;Verantwortlichen&#8221; werden denunziert und alle der zwar unglücklichen aber zufälligen Ereignisse und Umstände, die dazu führten, sind bis ins kleinste breit getreten.</p>
<p>Heute ist das erste Drittel der Tagesthemen-Internetseite zum Thema &#8220;Loveparade-Katastrophe&#8221; gefüllt. Aber das <a href="www.bradleymanning.org">Bradley Manning</a> (wahrscheinlich) und Wikileaks ungeheure Arbeit leisten, um zu belegen, was in Afghanistan Tagesordnung ist (die Ermordung von unschuldigen Zivilisten unter dem Deckmantel unserer Sicherheit), taucht im unteren Drittel auf. Für mein Verständnis, steht das in einem falschen Verhältnis. Auch wenn ein paar Medien heute mehr Kompetenz bewiesen haben, fand ich das gleiche Schema in den privaten Unterhaltungen wieder.</p>
<p>Es darf und muss über das Unglück berichtet und getrauert werden, aber es kann für die Allgemeinheit doch letztendlich nicht höher bewertet werden, als die zahlreichen größeren Katastrophen und schrecklichen Situationen die Mitmenschen auf unserem Planeten betreffen. Die Empathie, die falsch verteilt ist, was durch die Medien nur repräsentativ (siehe erstens) wiedergegeben wird, wäre an anderer Stelle besser eingesetzt, um politisch Druck aufzubauen. Die Welt ist nicht, wie sie ist; wir bringen sie in jedem Moment neu hervor.</p>
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		<item>
		<title>Happy Birthday</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 19:31:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rode</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine Nikon hat heute ihren zweiten Geb. :)

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Nikon hat heute ihren zweiten Geb. :)</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.danceshake.de/wp-content/up/nikon-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-308" title="nikon" src="http://www.danceshake.de/wp-content/up/nikon-2.jpg" alt="nikon" width="600" height="340" /></a></p>
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		<title>Gerüchte von der Front</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 22:44:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rode</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsere Erde]]></category>
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		<description><![CDATA[Man munkelt, mit der gescheiterten Top-Kill Aktion, bei der mit hohem Druck über zwei Tage lang bis zu 13.000 Liter Schlamm pro Minute in das Bohrloch geschossen wurden, ist das Steigrohr beschädigt worden. Wie tief die Stelle liegt, ist nicht genau bekannt. Falls das Zutrifft, tritt das Öl unterirdisch in den umliegenden Meeresboden.
Dabei muss man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man munkelt, mit der gescheiterten Top-Kill Aktion, bei der mit hohem Druck über zwei Tage lang bis zu 13.000 Liter Schlamm pro Minute in das Bohrloch geschossen wurden, ist das Steigrohr beschädigt worden. Wie tief die Stelle liegt, ist nicht genau bekannt. Falls das Zutrifft, tritt das Öl unterirdisch in den umliegenden Meeresboden.</p>
<p>Dabei muss man sich die Dimensionen des Problems klar machen: 1500 Meter unter der Wasseroberfläche beginnt das Rohr, mindestens weitere 300m tiefer ist es &#8211; wie sich andeutet &#8211; beschädigt. Dort tritt das Öl mit ungeheurem Druck aus und verteilt sich kilometerweit im felsigen und schlammigen Meeresboden, aus dem es sich dann unzählige Wege suchen wird, um in den Golf zu gelangen. Niemand wird das je unter Kontrolle bekommen.</p>
<p>Es sind angeblich noch 95%-97% des Öls in der Quelle &#8211; wobei ich nicht weiß, ob die 100% ursprünglich oder seit dem Unfall gerechnet werden. Aber in absoluten Zahlen: geschätzte 7.000.000.000 Liter.</p>
<p>Die Top-Kill Aktion wurde nicht ohne Gründe erfolglos abgebrochen, einer davon können die verursachten Schäden am Steigrohr sein. Und BP hat auch nicht grundlos angekündigt, das vor August nichts unter Kontrolle ist.</p>
<p>Müssten sie das Gerücht bestätigen, würden sie es nur langsam in vollem Umfang ans Tageslicht kommen lassen. Niemand hätte den Mut es direkt auszusprechen und offen zu kommunizieren. Erst recht nicht in der Ölindustrie, die grundsätzlich gegen jede Nachhaltigkeit und informierte Konsumenten ist. Bei diesen Krisenmanagern kann es nicht nur eine Befürchtung sein, dass uns das Schlimmste bisher vorenthalten wurde &#8211; so funktioniert deren Kommunikationskultur. Geheimhaltung ist ihnen aber auch nicht möglich &#8211; die Öffentlichkeit wird seit Wochen sukzessiv mit dem gesamten Ausmaß konfrontiert. In dieser Manier wird es auch noch weitergehen, wahrscheinlich über Jahre.</p>
<p>Wie gesagt, es wird bisher nur gemunkelt. Weshalb auch noch nichts in den Mainstream Medien zu lesen ist. So wie es aussieht, kann das aber nur eine Frage der Zeit sein.</p>
<p>Auf der deutschen Wikipedia <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96lkatastrophe_im_Golf_von_Mexiko_2010#M.C3.B6glichkeit_einer_Besch.C3.A4digung_der_Verrohrung_im_Seeboden">Seite</a> gibt es bereits einen Abschnitt dazu.</p>
<p>Auf <a href="http://www.washingtonsblog.com/2010/06/evidence-points-to-destruction-beneath.html">diesem Blog</a> sind die andeutenden Statements und Interviews zusammengefasst.</p>
<p><strong>Update</strong>: Die Methode, die jetzt genommen wird heißt Bottom-Kill, wobei neben der eigentlichen (fast 6000m tiefen) Bohrung weitere Bohrungen auf gut 5000m durchgeführt werden, über die dann das Steigrohr seitlich angebohrt wird, um hier direkt den versiegelnden Schlamm reinzudrücken. Dadurch wären theoretisch auch höher liegende Beschädigungen außer Kraft gesetzt. Fraglich ist, wie lange es dauert, dass 18cm breite Rohr in 4500m Tiefe zu treffen und wie viel Öl bis dahin im Meeresboden steckt. Wenn es fehlschlägt, bringt die Methode möglicherweise ein zweites Leck. So wie es aussieht, sind aber alle anderen Lösungsvorschläge (Absaugen, Top-Hat, Top-Kill)  bereits gescheitert.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://farm5.static.flickr.com/4014/4710670727_eddc63391e.jpg" alt="" width="500" height="333" /></p>
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		<title>Kruder &amp; Dorfmeister</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 16:17:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rode</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für die Ohren]]></category>
		<category><![CDATA[Sound]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="213" height="177"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/tFcf2ga8FHs&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/tFcf2ga8FHs&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="213" height="177"></embed></object></p>
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