29
Jul 10

Grooveshark

Persönliche Empfehlung: www.grooveshark.com -> abchecken, Account anlegen, Library/Playlists füllen ->

  • iTuens ade.
  • Winamp passe.
  • Externe Festplatte au revoir.
  • Browser basiertes Notebook basierend auf Chromium -> gekauft sobald erschienen -> Desktop PC außer Dienst.

Ok, vom letzten Schritte, den Desktop PC und damit Windows aus meinem digitalen Portfolio zu verbannen, hält mich nur noch die Fotoverwaltung und Bearbeitung in Lightroom ab.


26
Jul 10

Loveparade-Unglück und Verzerrung der Medien

Die heuchlerische Anteilnahme der Medien und der Nation an den Toten des Loveparade-Unglücks, wiederstrebt mir aus zwei Gründen.

Erstens steckt dahinter die Sensationslust und der Voyeurismus von uns allen, der allgemein in den Medien und speziell in den Boulevardmedien bedient und ausgenutzt wird.

Zweitens wird es in den Medien leider wesentlich prominenter behandelt als viel grausamere Todesfälle die täglich und in beängstigender Anzahl passieren. Aber diese hätten viel dringender, um vielleicht zu einer besseren Welt zu führen, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung verdient,  im Gegensatz zu Unfällen, die immer wieder passieren und im großen Stil die Titelseiten der Zeitungen füllen. Das Unglück wird als Verbrechen untersucht, die “Verantwortlichen” werden denunziert und alle der zwar unglücklichen aber zufälligen Ereignisse und Umstände, die dazu führten, sind bis ins kleinste breit getreten.

Heute ist das erste Drittel der Tagesthemen-Internetseite zum Thema “Loveparade-Katastrophe” gefüllt. Aber das Bradley Manning (wahrscheinlich) und Wikileaks ungeheure Arbeit leisten, um zu belegen, was in Afghanistan Tagesordnung ist (die Ermordung von unschuldigen Zivilisten unter dem Deckmantel unserer Sicherheit), taucht im unteren Drittel auf. Für mein Verständnis, steht das in einem falschen Verhältnis. Auch wenn ein paar Medien heute mehr Kompetenz bewiesen haben, fand ich das gleiche Schema in den privaten Unterhaltungen wieder.

Es darf und muss über das Unglück berichtet und getrauert werden, aber es kann für die Allgemeinheit doch letztendlich nicht höher bewertet werden, als die zahlreichen größeren Katastrophen und schrecklichen Situationen die Mitmenschen auf unserem Planeten betreffen. Die Empathie, die falsch verteilt ist, was durch die Medien nur repräsentativ (siehe erstens) wiedergegeben wird, wäre an anderer Stelle besser eingesetzt, um politisch Druck aufzubauen. Die Welt ist nicht, wie sie ist; wir bringen sie in jedem Moment neu hervor.


23
Jun 10

Happy Birthday

Meine Nikon hat heute ihren zweiten Geb. :)

nikon


19
Jun 10

Gerüchte von der Front

Man munkelt, mit der gescheiterten Top-Kill Aktion, bei der mit hohem Druck über zwei Tage lang bis zu 13.000 Liter Schlamm pro Minute in das Bohrloch geschossen wurden, ist das Steigrohr beschädigt worden. Wie tief die Stelle liegt, ist nicht genau bekannt. Falls das Zutrifft, tritt das Öl unterirdisch in den umliegenden Meeresboden.

Dabei muss man sich die Dimensionen des Problems klar machen: 1500 Meter unter der Wasseroberfläche beginnt das Rohr, mindestens weitere 300m tiefer ist es – wie sich andeutet – beschädigt. Dort tritt das Öl mit ungeheurem Druck aus und verteilt sich kilometerweit im felsigen und schlammigen Meeresboden, aus dem es sich dann unzählige Wege suchen wird, um in den Golf zu gelangen. Niemand wird das je unter Kontrolle bekommen.

Es sind angeblich noch 95%-97% des Öls in der Quelle – wobei ich nicht weiß, ob die 100% ursprünglich oder seit dem Unfall gerechnet werden. Aber in absoluten Zahlen: geschätzte 7.000.000.000 Liter.

Die Top-Kill Aktion wurde nicht ohne Gründe erfolglos abgebrochen, einer davon können die verursachten Schäden am Steigrohr sein. Und BP hat auch nicht grundlos angekündigt, das vor August nichts unter Kontrolle ist.

Müssten sie das Gerücht bestätigen, würden sie es nur langsam in vollem Umfang ans Tageslicht kommen lassen. Niemand hätte den Mut es direkt auszusprechen und offen zu kommunizieren. Erst recht nicht in der Ölindustrie, die grundsätzlich gegen jede Nachhaltigkeit und informierte Konsumenten ist. Bei diesen Krisenmanagern kann es nicht nur eine Befürchtung sein, dass uns das Schlimmste bisher vorenthalten wurde – so funktioniert deren Kommunikationskultur. Geheimhaltung ist ihnen aber auch nicht möglich – die Öffentlichkeit wird seit Wochen sukzessiv mit dem gesamten Ausmaß konfrontiert. In dieser Manier wird es auch noch weitergehen, wahrscheinlich über Jahre.

Wie gesagt, es wird bisher nur gemunkelt. Weshalb auch noch nichts in den Mainstream Medien zu lesen ist. So wie es aussieht, kann das aber nur eine Frage der Zeit sein.

Auf der deutschen Wikipedia Seite gibt es bereits einen Abschnitt dazu.

Auf diesem Blog sind die andeutenden Statements und Interviews zusammengefasst.

Update: Die Methode, die jetzt genommen wird heißt Bottom-Kill, wobei neben der eigentlichen (fast 6000m tiefen) Bohrung weitere Bohrungen auf gut 5000m durchgeführt werden, über die dann das Steigrohr seitlich angebohrt wird, um hier direkt den versiegelnden Schlamm reinzudrücken. Dadurch wären theoretisch auch höher liegende Beschädigungen außer Kraft gesetzt. Fraglich ist, wie lange es dauert, dass 18cm breite Rohr in 4500m Tiefe zu treffen und wie viel Öl bis dahin im Meeresboden steckt. Wenn es fehlschlägt, bringt die Methode möglicherweise ein zweites Leck. So wie es aussieht, sind aber alle anderen Lösungsvorschläge (Absaugen, Top-Hat, Top-Kill)  bereits gescheitert.


19
Jun 10

Kruder & Dorfmeister


29
Mai 10

Reisen Kompakt

Reisen.
Wie Licht vorbei.
Berauschend.
Sehnsucht.

Philosophie.
Wie Bewusstsein denkend.
Sich selbst.
Herausforderung.

Musik.
Wie Naturgewalt wirkend.
Atemberaubend.
Energie.

Fotografie.
Wie Momente ergreifend.
Überraschend.
Inspiration.

Menschen.
Freunde.
Wie Perlen getarnt.
Wie Seelen verwandt.
Belebend.
Verbindend.
Neugierde.
Erfüllung.


08
Mai 10

.

Faust 72-Dynastie Crisis


30
Apr 10

Grütze im Golf von Mexiko

Ihr habt die Nachrichten seit Tagen selbst gelesen… mittlerweile hat die Unterwasserzapfanlage drei Lecks und lässt 800.000 Liter Erdöl pro Tag in den Golf von Mexiko sprudeln. Die Grütze erreichte in der Nacht zum 30.04. die Küste von Louisiana, wurde von Obama zur nationalen Katastrophe ausgerufen und verseucht das Mississippi-Delta.

Es gibt bisher keine vergleichbare Ölkatastrophe. Die nächste in dem Ranking war am 19.07.79 als die Atlantic Empress in einem Regensturm vor Tobago mit einem anderen Frachter kollidierten und 332.000 Liter Rohöl ausliefen (1t Rohöl = ca. 1160l). Vor der Südküste der USA sind es derzeit 800.000 Liter pro Tag. Die Hasstiraden auf die Ölkonzerne (BP in diesem Fall) haben begonnen: die Fischer haben geklagt, die Medien berichten mehr oder weniger neutral, die Umweltorganisationen flippen aus und die Verbraucher haben kein Verständnis.

Alle Verständnislosigkeit kann aber nicht ohne schlechtes Gewissen daherkommen, da nicht neu ist, dass nun mal die Verbraucher die Nachfrage bestimmen.

Also – nur zur Erinnerung – wo wir täglich die viele Grütze verbrauchen, um unser Leben zu erleichtern… Von einem Barrel Erdöl gehen gut 3/4 für Treib- und Heizstoffe drauf (Gas – 45%, Flugzeuge – 10%, Straßenverkehr – 25%). Zwei weitere größere Verbraucher sind der Schweröle (4%), Straßenbau (3%) und Schmiermittel (1%). Weitere gut 10% teilen sich auf Alltagsprodukte auf: Kunststoff, Kunstfasern (Kleidung), Waschmittel, Dämmung, Kosmetik…..

Warum steigen die Hersteller nicht auf Alternativen um? Gute Frage. Gegenfrage. Warum steigen die Verbraucher nicht auf Alternativen um?

Also wer ist schuld? Ich. Nicht nur, aber auch.

erdoelverbrauch


20
Apr 10

Fritz

Nichts neues. Kunst für die Ohren. Erwähnenswert. Viel Spass. \o/ \o/ *Dance*Shake* \o/ \o/


20
Apr 10

Vom Glaubenden Zum Wissenden

In der Gegenüberstellung vom Glauben zweier Personen wird jede der Personen vom Glaubenden zum Wissenden.

Ohne den Wunsch des Wissens für sich selbst gehabt zu haben und ohne je den Gegenüber in seinem Glauben bestärken  zu wollen, machen sie sich gegenseitig zu Wissenden, nur aufgrund der Gegenseitigkeit, und ausschließlich in der Gegenüberstellung.

Glaube meint hier nicht religiösen Glauben, sondern eine Meinung/Einstellung zu einem Thema.

Der Satz soll heißen, dass sich in einer Diskussion (bzw. als Anfang) ausgesprochene gegensätzliche Meinungen, seien sie ursprünglich auch noch so schwach ausgeprägt, aus der Natur der Sache heraus automatisch verhärten, weil versucht wird, seine ursprüngliche Aussage zu untermauern und zu vermitteln. Der Effekt entsteht aus der Dynamik der Diskussion: Umso weiter vorangeschritten wird, umso schmerzlicher wird es, die vertretene Seite aufzugeben, umso mehr wird an ihr festgehalten. Das Problem ist, indem versucht wird an ihr festzuhalten, fokussiert niemand die Wahrheit, um die es eigentlich geht. Egal wer sie hat (oder beide oder niemand), die Diskussion soll ermöglichen sie zu finden, vermitteln und weiterzuentwickeln.

Der denkende Mensch kann zwar seine Meinung ändern, aber dafür muss erst mal der Krampf des Festhaltens gelöst werden. Zum Beispiel indem man gar nicht erst verkrampft, sich mehr der Meinung des Gegenübers widmet und eine Entscheidung erst trifft, wenn alles nachvollzogen und begriffen wurde. Gelassen den geistigen Ergüssen des Gegenüber zuzuhören, ist die begehrte Rolle des “klügeren”. Fraglich bleibt, was einem die Rolle bringt, da ja niemand weiß, dass man angeblich so schlau gehandelt hat? In der Konsequenz hoffentlich unabhängigeres Denken, sowohl von seiner eigenen Person (Stolz, Erfahrungen, ..), wie auch von äußeren Einflüssen. Das wiederum ermöglicht ein klareres und beständigeres Urteil oder lässt einen neue Fragestellungen aufdecken, die zu der Wahrheit hinführen können.

Stimmt es, wie gerade beschrieben, dass aus der Rolle des Klügeren unabhängiges Denken folgt? Oder ist es umgekehrt? Eher ist es eine gegenseitiges Fördern. Die stärkere Gewichtung liegt trotzdem auf ersterem, denn das besonnene Zuhören ist Voraussetzung und schafft Freiheit zum Verstehen und reflektieren, ist ein Spagat zu beiden Meinungen ohne ständiges Dauerfeuer der eigenen Argumente, erlaubt das Zusammenführen und Bewerten.

Zurück zum Ursprungsgedanken, dass die Meinungen verhärten. Es soll heißen, dass man sich im Laufe einer solchen Auseinandersetzung weit vom Gegenüber entfernen kann, obwohl man ursprünglich dicht beieinander war, oder gar in die gleiche Richtung dachte, nur unterschiedlich stark ausgeprägt. Zusätzlich entfernt man sich genauso leicht und unbemerkt vom eigenen Ausgangspunkt (wenn schwach ausgeprägte Meinung zu angeblicher Überzeugung wird). Das sich entfernt wird, gründet in einer Differenz (sei sie noch so kleinen) die, erst mal ausgesprochen, in der Dynamik der Gegenüberstellung wächst, indem die beteiligten stärker an ihr festhalten als zuvor, weil sie Ausdruck und Teil ihrer Selbst geworden ist.

Das zu unterlassen ist, wie so oft, einfacher gesagt als getan. Eine Meinung für sich selbst zu finden geht problemlos (ob aktiv oder passiv), sie in der Diskussion prüfen zu lassen und dann entweder aufzugeben oder bestätigt zu bekommen ist ein anderes Thema. Letztendlich gehört schon zu den schlaueren unserer Spezies, wer es überhaupt schafft, in einer aufbrausenden Diskussion bei dem Thema zu bleiben und den Überblick über alle Aspekte zu bewahren. Und wie so oft, macht auch hier Übung den Meister und führt hoffentlich zu unabhängigerem denken.